Montenegro: Von Perast über Kotor nach Budva
Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Buchst du über einen davon, erhalte ich eine kleine Provision – für dich ändert sich am Preis nichts.
Die dritte Etappe unseres Balkan-Roadtrips führte uns nach Montenegro – von der stillen Küstenstadt Perast über das historische Kotor bis ins lebhafte Budva. Ich nehme dich mit und zeige dir, welche Highlights und Insider-Tipps auf dich warten.
Perast

Anreise und Unterkunft
Unsere Reise begann in Perast, einer kleinen, aber beeindruckenden Stadt an der Bucht von Kotor, bekannt für ihre barocken Paläste und Kirchen. Als Basis nutzten wir die J & P Apartments Orahovac in Kotor (Unterkünfte in der Bucht von Kotor vergleichen).
Erkundung von Perast
Perast ist ein Juwel mit gut erhaltener venezianischer Architektur. Die beiden winzigen Inseln St. George und Our Lady of the Rocks sind ein Muss. Letztere ist eine künstliche Insel mit einer faszinierenden Kirche, von lokalen Fischern erbaut. Eine Bootsfahrt zu den Inseln bietet nicht nur spektakuläre Ausblicke, sondern auch einen Einblick in die lokale Geschichte.
Insider-Tipp
Iss zu Mittag im Conte Hotel Restaurant. Es gibt frische Meeresfrüchte und lokale Spezialitäten – mit Blick auf die Bucht.
Kotor

Anreise und Unterkunft
Nach einem entspannten Tag in Perast fuhren wir weiter nach Kotor. Die Stadt ist UNESCO-Weltkulturerbe und bekannt für ihre mittelalterliche Altstadt und die imposante Festung.
Erkundung von Kotor
Ein Spaziergang durch die engen, gepflasterten Gassen ist wie eine Reise in die Vergangenheit. Die Altstadt ist voller charmanter Plätze, historischer Gebäude und einladender Cafés. Die wichtigste Sehenswürdigkeit ist die Kathedrale des heiligen Tryphon, ein Meisterwerk romanischer Architektur. Führungen durch die Altstadt von Kotor gibt es auch als Kombination mit der Festung.
Insider-Tipp
Steig hinauf zur Festung von Kotor. Die Wanderung ist anspruchsvoll, aber der Blick über die Bucht ist jede Anstrengung wert – besonders bei Sonnenuntergang. Nimm genug Wasser mit, unterwegs gibt es kaum Schatten.
Tivat
Tagesausflug
Unser nächster Halt war die moderne Küstenstadt Tivat, bekannt für Porto Montenegro – einen luxuriösen Yachthafen mit stilvollen Boutiquen, Restaurants und Bars. Ein Spaziergang entlang der Promenade ist ein schöner Kontrast zur historischen Atmosphäre von Kotor.
Insider-Tipp
Besuch das Maritime Heritage Museum. Dort steht unter anderem ein gut erhaltenes U-Boot aus dem Zweiten Weltkrieg.
Budva

Anreise und Unterkunft
Von Tivat aus ging es weiter nach Budva, wo wir in den Apartmani Labovic übernachteten (Unterkünfte in Budva vergleichen). Budva ist eine der ältesten Siedlungen an der Adria und bekannt für ihre Strände, das Nachtleben und die gut erhaltene Altstadt.
Erkundung von Budva
Die ummauerte mittelalterliche Altstadt ist ein Muss – enge Gassen, kleine Plätze, historische Kirchen. Und Budva hat schöne Strände: Mogren Beach und Jaz Beach eignen sich beide zum Sonnenbaden und Schwimmen.
Insider-Tipp
Die Zitadelle von Budva bietet nicht nur einen Einblick in die Stadtgeschichte, sondern auch einen herrlichen Ausblick auf Küste und Altstadt.
Sveti Stefan
Pavlova Strana Viewpoint

Unser letzter Halt war der Pavlova Strana Viewpoint, einer der bekanntesten Aussichtspunkte Montenegros. Von hier siehst du den Fluss Crnojević und den Skutarisee, den grössten See des Balkans. Die gewundene Flusslandschaft und das umgebende Grün machen den Ort zum perfekten Fotospot.
Insider-Tipp
Wenn du Natur magst, lohnt sich eine Bootstour auf dem Skutarisee. Sie ist die beste Möglichkeit, die Flora und Fauna des Nationalparks Skadar zu erleben.
Fazit
Die dritte Etappe war voller unvergesslicher Erlebnisse und beeindruckender Landschaften. Von den historischen Schätzen in Perast und Kotor über die moderne Eleganz von Tivat bis zu den lebhaften Stränden von Budva – Montenegro bietet eine wunderbare Mischung aus Geschichte, Kultur und Natur.
Im nächsten Teil geht es weiter nach Albanien.
Beste Reisezeit für Montenegro
Die Küste von Montenegro ist von Juni bis September verlässlich warm, mit Wassertemperaturen um 25 Grad im August. Genau dann ist aber auch am meisten los – Budva füllt sich mit Badegästen, und in der Bucht von Kotor liegen an manchen Tagen gleich mehrere Kreuzfahrtschiffe.
Am schönsten fanden wir die Randzeiten: Mai, Juni und die zweite Septemberhälfte. Dann ist der Aufstieg zur Festung von Kotor noch machbar, ohne dass man in der Mittagshitze umkehrt, und die Altstadtgassen sind begehbar. Wer wandern will, kommt am besten im Frühling – der Nationalpark Durmitor im Norden ist dann am grünsten.
Praktisches: Währung, Grenze, Fahren
- Währung Euro. Montenegro ist nicht in der EU, nutzt aber den Euro. Das macht das Bezahlen unkompliziert.
- Grenzübertritt. Fahrzeugausweis und Grüne Karte werden kontrolliert. Der Übergang von Kroatien bei Debeli Brijeg ist der meistbefahrene – morgens geht es schneller.
- Die Bucht umrunden oder die Fähre nehmen? Zwischen Lepetane und Kamenari verkehrt eine Autofähre. Sie spart rund vierzig Minuten Fahrt um die Bucht herum und kostet nur wenige Euro. Im Hochsommer kann die Wartezeit die Ersparnis allerdings auffressen.
- Serpentinen. Die Strasse über den Lovćen mit ihren 25 Kehren ist spektakulär, aber schmal. Wer sich unsicher fühlt, nimmt den Tunnel.
- Parkieren. In Kotor und Budva ist Parkieren in der Altstadt unmöglich. Wir haben ausserhalb geparkt und sind gelaufen.
Wie viel Zeit braucht Montenegro?
Drei Tage reichen für die Küstenroute: einen Tag Perast und Bucht von Kotor, einen Tag Kotor und Tivat, einen Tag Budva mit Abstecher zum Pavlova Strana Viewpoint. Wer den Norden mitnehmen will – Durmitor, die Tara-Schlucht, die Brcke-Brücke – braucht mindestens fünf Tage.
Häufige Fragen zu Montenegro
Wie anstrengend ist der Aufstieg zur Festung von Kotor?
Rund 1350 Stufen und etwa 260 Höhenmeter, je nach Tempo eine bis anderthalb Stunden hinauf. Es gibt kaum Schatten. Geh früh am Morgen oder in den letzten zwei Stunden vor Sonnenuntergang und nimm mindestens anderthalb Liter Wasser mit – am besten in einer isolierten Trinkflasche.
Lohnt sich Sveti Stefan?
Zum Anschauen ja, zum Betreten nein. Die Insel ist ein privates Resort und für Nicht-Gäste gesperrt. Der beste Blick ist vom Aussichtspunkt an der Strasse oberhalb – und der kostet nichts.
Ist Budva zu touristisch?
Der Strandabschnitt schon, die ummauerte Altstadt überraschenderweise nicht. Geh am Morgen hin, bevor die Busse kommen, dann hast du die Gassen fast für dich.
Was ist mit dem Skutarisee?
Der grösste See des Balkans ist ein Nationalpark und ein Paradies für Vogelbeobachter – hier brütet unter anderem der Krauskopfpelikan. Bootstouren auf dem Skutarisee starten von Virpazar und dauern zwei bis vier Stunden.
Kann man von Kotor aus Tagesausflüge machen?
Ja, Kotor eignet sich gut als Basis. Tivat liegt zwanzig Minuten entfernt, Budva vierzig, Perast zehn. Selbst Dubrovnik ist in gut zwei Stunden erreichbar – mit Grenzübertritt.
Die Route Tag für Tag mit Fahrzeiten
Montenegro ist klein, aber die Küstenstrassen sind kurvig – die Fahrzeiten täuschen deshalb leicht. Das sind Richtwerte für unsere Reihenfolge:
- Dubrovnik – Perast: rund zwei Stunden inklusive Grenzübertritt, je nach Wartezeit auch länger.
- Perast – Kotor: etwa 15 Minuten entlang der Bucht.
- Kotor – Tivat: rund 20 Minuten, mit der Fähre bei Lepetane–Kamenari verkürzt sich die Strecke Richtung Herceg Novi.
- Tivat – Budva: etwa 25 Minuten über die Küstenstrasse.
- Budva – Pavlova Strana: gut eine Stunde, ein Zwischenstopp bei Sveti Stefan lohnt sich.
- Pavlova Strana – Albanien: noch einmal rund eine Stunde bis zur Grenze, danach beginnt die vierte Etappe.
Kulinarisch: Was Montenegro auf den Teller bringt
An der Küste dreht sich vieles um Fisch und Meeresfrüchte, im Landesinneren um Käse und geräuchertes Fleisch. Probier den Njeguški pršut, einen luftgetrockneten Schinken aus den Bergen oberhalb von Kotor, dazu Käse und frisches Brot. Ein Klassiker ist auch der schwarze Risotto mit Tintenfischtinte. Die Weine aus der Region, vor allem der rote Vranac, passen gut zu herzhaften Gerichten. Setz dich am besten an einen Tisch mit Blick auf das Wasser: Die Preise sind in der Nebensaison oft deutlich freundlicher als im Hochsommer.
Ausflüge von der Bucht aus
Die Bucht von Kotor lässt sich auch vom Wasser aus erleben. Wer nicht selbst fahren möchte, bucht eine Bootstour durch die Bucht von Kotor mit Halt an den Inseln bei Perast. Spannend sind ausserdem Führungen durch Kotor und die Festung und Tagesausflüge in die Berge und zum Skutarisee. So kommst du auch ohne Mietwagen weit.
Gut zu wissen für die Reise
- Eintritt Festung Kotor: Für den Aufstieg zur Festung wird ein Eintritt verlangt, den du vor Ort bezahlst. Prüfe die aktuelle Höhe kurz vor der Reise.
- Kreuzfahrtschiffe: Wenn mehrere Schiffe vor Anker liegen, füllt sich Kotor mittags. Geh früh am Morgen oder am späteren Nachmittag.
- Fahrzeuge aus dem Ausland: Für ausländische Fahrzeuge kann eine Umweltabgabe anfallen. Erkundige dich vor der Reise nach dem aktuellen Stand.
- Sonnenschutz: Die Sonne an der Adria ist stark. Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und eine Kappe gehören auch in den Tagesrucksack, wenn du die Festung besteigst.
Unterkünfte in Montenegro
Die Bucht von Kotor ist eine der beliebtesten Regionen für die Übernachtung, vor allem Kotor selbst und die Orte rund um die Bucht (Unterkünfte in Kotor vergleichen). Wer lieber Strand und Nachtleben hat, übernachtet in Budva (Hotels in Budva ansehen).
Fotospots und beste Tageszeit
In Perast ist das Licht am Abend am schönsten, wenn die Inseln im Wasser golden leuchten. In Kotor lohnt sich der Aufstieg zur Festung kurz vor Sonnenuntergang oder früh am Morgen, wenn es kühler ist. Der Pavlova Strana Viewpoint ist bei tiefem Sonnenstand besonders eindrücklich, und Sveti Stefan fotografierst du am besten vom Aussichtspunkt an der Strasse. Plane an jedem Ort eine Stunde mehr ein, als du denkst – Montenegro lädt zum Verweilen ein.
Weiter auf dem Balkan-Roadtrip
Montenegro war die dritte von vier Etappen. Davor waren wir in Bosnien und Herzegowina, danach ging es weiter nach Albanien. Die komplette Route findest du in der Übersicht zum Balkan-Roadtrip.














