Warum ein Mediakit unverzichtbar ist

Ein Mediakit wird in letzter Zeit immer häufiger verlangt, aber auch hier gibt es Schattenseiten. Da offenbar viele Blogger gerne die Statistik nach oben korrigieren, schauen sich einige Firmen und PR-Agencies diese gar nicht mehr an. Wirklich traurig für alle, welche sich der Wahrheit verpflichtet fühlen und keinen Betrug (im umgangssprachlichen als auch im rechtlichen Sinne) begehen wollen. Aber beginnen wir mal ganz von vorne.

 

bildschirmfoto-2016-10-15-um-17-23-03

 

 

Warum ein Mediakit?

 

Ein Mediakit verschafft potentiellen Kooperationspartnern, Firmen und PR-Agenturen einen Übersicht über euren Blog und eure Tätigkeit. Am Besten ihr besorgt euch möglichst früh ein eigenes Mediakit, denn es dient auch der Reflexion. Im Mediakit solltet ihr eure Ziele, Werte und Richtung beschreiben. Um dies zu tun müsst ihr euch zuerst einmal Gedanken darüber machen. Fragt euch also über was ihr schreiben möchtet, was eure Beweggründe sind und was ihr mit eurem Blog erreichen möchtet. Es ist nämlich massgeblich, ob ihr daraus ein Standbein machen wollt, oder ob es ein schönes Hobby bleiben soll. Damit komme ich auch schon zum nächsten Punkt. Den Preisangaben, mir ist bewusst, dass insbesondere in der Schweiz nur wenige gesponserte Beiträge veröffentlichen, meistens sind es z.B. PR-Samples, dies ist bei mir ja genau dasselbe. Für alle die jedoch ein Einkommen erarbeiten möchten ist es sinnvoll sich gewisse Preislisten zu erstellen. Dies macht aber erst Sinn ab einer gewissen Anzahl Seitenabrufe pro Monat. Denn seid ehrlich, ihr habt eine Firma und ein Produkt und möchtet dieses gerne online bewerben lassen, dann bringt es euch leider nicht viel, Geld für einen Blogbeitrag zu bezahlen der nur ganz wenige Leute erreicht. Ihr wollt als Geschäftsfrau oder -mann einen möglichst grossen Nutzen aus der Sache ziehen. Daher führt die Preisliste erst bei einer gewissen Reichweite ein. Anhaltspunkte geben hier spezifische Plattformen, gerne nenne ich euch dazu ein Beispiel:

 

  • 5’000 – 10’000 Aufrufe im Monat: 150 Euro
  • 10’000 – 25’000 Aufrufe im Monat: 250 Euro
  • 25’000 – 75’000 Aufrufe im Monat 400 Euro

 

Und genau hier liegt der Wurm begraben, einige denken dann, lügen wir doch eine grössere Reichweite vor um abzusahnen. Sorry, läuft nicht, denn normalerweise müsst ihr solche Plattformen mit Google Analytics verknüpfen. Die sehen dann schon ob die Angabe stimmt oder nicht.

 

Wie erstelle ich ein Mediakit?

 

In das MEdiakit gehören einerseits die (wahren) Statistiken von Social Media und Blog, eure Kontaktdaten, einen kleinen Text zu eurer Person, ein kleiner Text zu eurem Blog, Informationen für Kooperationspartner und wer mag ehemalige Kooperationspartner. Alles geschmückt mit Bloglogo und hübschen Foto’s und fertig. Wer sich nun nicht gerade Geld für einen eigenen Grafiker übrig hat und auch selbst nicht stundenlang an einem Layout basteln möchte findet in Pinterest viele hübsche Vorlagen, welche sich ganz easy ausfüllen lassen. Es gibt sie meist für Word oder Photoshop. Ihr könnt einfach bei der Suche in Pinterest “Mediakit Template Free” eingeben und eines herunterladen.

 

Ich wünsche jetzt schon viel Spass beim Erstellen eure’s Mediakits. Als Jurastudentin möchte ich euch nochmals dringend davon abraten eure Zahlen zu “korrigieren”, denn meiner Meinung nach ist dies Betrug gegenüber den Kooperationspartnern.

 

Die Zahlen im Mediakit nach oben korrigieren?

 

Wer jetzt denkt, ah ok, aber im Mediakit kann ich ja trotzdem etwas schummeln. Da muss ich euch leider enttäuschen, denn es gibt mittlerweile Plattformen, mit welchen ihr jede beliebige Website analysieren könnt. Und ja ich habe es ausprobiert und es ist ziemlich interessant. Ich wurde beispielsweise schon per Mail von einer Bloggerin angegriffen, diese hat kein gutes Haar an mir gelassen und unter anderem bemängelt, dass ich ja sowieso viel weniger Aufrufe hätte als sie. Also kurzum sie war angepisst, weil Firma XY mir Produkt ZZ zur Verfügung gestellt hat und ihr nicht. Tja, leider hat hier jemand etwas hochgepokert und sich etwas verschätzt. Ich bin jederzeit offen für ehrliche Kritik, allerdings habe ich auch dann vielleicht doch eine andere Meinung. Mein Motto ist Leben und Leben lassen. Denn schlussendlich haben solche Menschen keinen Platz in meinem Leben und ich brauch auch nicht künstlich freundlich zu tun, wenn ich jemanden nicht mag.

 

Leider ist es offenbar für einige zum Sport geworden andere versuchen schlecht zu machen, ein Armutszeugnis. Ihr dürft mir gern alles unterstellen, aber auch ich kenne Grenzen und diese Grenzen überschreiten manche Menschen gerade. Keine Ahnung wo euer Problem liegt oder warum ihr solche Unwahrheiten verbreitet. Niemals würde ich mich auf euer Niveau herablassen um mutwillig, ohne Kenntnis der Wahrheit und ohne Verstand, solchen Müll zu erzählen. Nur weil sich jemand mehr bemüht als ihr und entsprechend mehr Resonanz erhält ist dies noch lange kein Grund zu haten. Aber eben “Hater’s gonna hate”.

 

In Zukunft werde ich mir mein Recht nehmen und Menschen, welche meinen Ruf zu schädigen versuchen entsprechend zur Rechenschaft ziehen, denn in der Schweiz steht die üble Nachrede und Verleumdung unter Strafe. Don’t forget.

 

Analysetools, werden sie die Bloggersphäre verändern?

 

Ganz ehrlich ich hoffe es. Denn viele Blogger haben leider nicht annähernd soviel Einfluss wie sie an Events oder sonstwo angeben. Umso besser also wenn diese Analysetools in Zukunft öfters zum Einsatz kommen und Angeber entlarvt werden. Meistens geht es um Connections, es wird nicht die Arbeit honoriert sondern wie sehr sich jemand bei einer Firma schönreden kann.

 

Ich wünsche mir weniger Neid und Missgunst und mehr Akzeptanz für die Arbeit anderer. In diesem Sinne wünsche ich euch noch ein schönes und erholsames Wochenende.

 

Habt ihr ein Mediakit? Musstet ihr auch schon negative Erfahrungen mit anderen Bloggern machen?

Folgen:
Teilen: