24 Stunden in Hongkong – Ein perfekter Layover-Guide

Ein unerwarteter Zwischenstopp mit grossem Erlebnisfaktor: Auf unserem Rückflug von Japan verbrachten wir einen ganzen Tag in Hongkong – und entdeckten die Metropole in all ihrer Vielfalt. Von kulinarischen Highlights bis zu atemberaubenden Ausblicken war alles dabei. In diesem Guide teile ich unsere Reiseroute, Tipps zur Fortbewegung und die besten Spots für einen unvergesslichen Tag in Hongkong.

Hongkong als Stadt – Zwischen Tradition & Moderne

 

 

Hongkong ist mehr als nur eine Metropole – es ist ein Schmelztiegel aus Kulturen, Epochen und Lebensweisen. Die Stadt vereint ostasiatische Tradition mit westlicher Moderne, jahrhundertealte Tempel mit futuristischer Architektur, ruhige Parks mit hektischen Märkten. Für Reisende mit wenig Zeit ist Hongkong ideal, denn viele Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander und sind durch ein exzellentes Transportsystem verbunden.

Trotz seiner Dichte wirkt Hongkong nie erdrückend. Es gibt immer kleine Gassen, stille Parks oder ruhige Cafés, die eine Pause bieten. Gleichzeitig ist die Stadt ein Paradies für Foodies, Architektur-Liebhaber, Shopping-Begeisterte und Kulturinteressierte. Wer einen Layover wie wir nutzt, bekommt in nur einem Tag einen intensiven Eindruck – und garantiert Lust auf mehr.

 

Späte Ankunft & komfortables Flughafenhotel

 

 

Nach unserem Abendflug von Tokio Narita am Samstag, dem 26. April 2025, landeten wir gegen 01:40 Uhr in der Nacht auf Sonntag, den 27. April, am Hong Kong International Airport (HKG). Für unseren kurzen Aufenthalt suchten wir uns ein Hotel, das bequem und unkompliziert erreichbar ist, um den kommenden Tag möglichst entspannt starten zu können. Unsere Wahl fiel auf das Hong Kong SkyCity Marriott Hotel – eine ausgezeichnete Entscheidung.

Das Hotel liegt nur wenige Minuten vom Terminal entfernt und bietet einen kostenlosen Shuttle-Service, der regelmäßig verkehrt. Die Zimmer sind modern, geräumig und trotz der Nähe zur Startbahn absolut ruhig. Ein echtes Plus: Das Marriott verfügt über ein Fitnessstudio, Spa und ein gutes Frühstücksbuffet – perfekt für alle, die zwischen zwei Langstreckenflügen Kraft tanken möchten. Am Sonntagmorgen machten wir uns nach einem leichten Frühstück auf den Weg in die Innenstadt. Mit dem Shuttle fuhren wir zur Tung Chung MTR Station, von wo aus wir direkt mit der Tung Chung Line ins Zentrum starteten.

Von Tung Chung nach Central – effizienter Start in den Tag

 

 

Die Fahrt mit der MTR (Mass Transit Railway) vom Flughafenrand bis in die City ist schnell, sauber und effizient. Innerhalb von rund 30 Minuten erreichten wir die Hong Kong Station im Herzen von Central. Mit der kontaktlosen Zahlungen funktioniert der Nahverkehr unkompliziert, ohne Ticketschalter oder Warteschlangen – ideal für einen schnellen Städtetrip.

 

 

Vom Bahnhof aus ist vieles fussläufig erreichbar: historische Gebäude, moderne Architektur, Cafés, Parks und Shopping Malls. Gerade sonntags ist es angenehm ruhig auf den Straßen, was für Hongkong eher die Ausnahme ist. Die morgendliche Fahrt mit der Bahn ist ein guter Einstieg, um sich zu orientieren und erste Eindrücke dieser faszinierenden Stadt zu gewinnen. Unser erstes Ziel: ein traditionelles chinesisches Mittagessen, das Hongkongs kulinarische Identität repräsentiert – Peking-Ente.

 

Mittagessen im Spring Deer – Peking-Ente als kulinarisches Highlight

 

 

Für unser Mittagessen hatten wir uns im Voraus einen echten Klassiker ausgesucht: das Spring Deer Restaurant in Tsim Sha Tsui. Das Restaurant existiert seit Jahrzehnten und ist bekannt für seine authentische, nordchinesische Küche – insbesondere die legendäre Peking-Ente.

Gegen 13:00 Uhr trafen wir dort ein, nachdem wir durch die Einkaufsstrassen von Tsim Sha Tsui geschlendert waren. Die Ente war sensationell: hauchdünne, knusprige Haut, saftiges Fleisch, frische Pfannkuchen, Gurkenstreifen und aromatische Hoisin-Sauce – ein absoluter Traum. Das Lokal selbst hat Retro-Charme: Teppiche, große Rundtische und eine Atmosphäre wie aus den 1980ern. Genau das macht es so authentisch.

Reservierungen sind empfehlenswert, denn selbst am frühen Nachmittag war das Restaurant gut besucht. Nach dem Essen fühlten wir uns satt, aber voller Energie für den nächsten Programmpunkt: ein Spaziergang durch einen der schönsten Stadtparks Hongkongs.

Kowloon Park – Grüne Ruheoase in der Metropole

 

 

Nur wenige Gehminuten vom Spring Deer Restaurant entfernt liegt der Kowloon Park – eine echte Oase mitten im Trubel von Tsim Sha Tsui. Der 13 Hektar große Park bietet eine wunderbare Gelegenheit, sich zwischen Hochhäusern und Einkaufszentren zu entspannen. Besonders auffällig: der Kontrast zwischen den tropischen Gärten, Flamingos, Kunstinstallationen und den rundherum emporragenden Gebäuden.

Wir verbrachten etwa eine Stunde dort – spazierten durch gepflegte Wege, beobachteten Vögel im Vogelgarten und ließen uns auf einer der vielen Bänke nieder. Hier mischen sich Touristen mit Einheimischen, Jogger mit Tai-Chi-Gruppen, und Kinder mit Senioren. Der Park ist nicht nur schön gestaltet, sondern auch überraschend ruhig – ideal, um die Eindrücke der Stadt zu verarbeiten. Gerade für Reisende mit wenig Zeit bietet Kowloon Park einen schnellen, aber tiefen Einblick in das Alltagsleben Hongkongs.

Nach dieser kleinen Erholungspause machten wir uns auf den Weg zum Star Ferry Pier, um per Fähre den Victoria Harbour zu überqueren – ein echtes Highlight jedes Hongkong-Besuchs.

Fahrt mit der Star Ferry – ikonisch & nostalgisch

 

 

Ein absoluter Pflichtpunkt bei einem Kurzbesuch in Hongkong ist die Fahrt mit der legendären Star Ferry. Seit über 100 Jahren verbindet sie Kowloon mit Hong Kong Island und bietet dabei einen der besten Ausblicke auf die Skyline – und das für unter 4 HKD – bezahlen kann man Contact Less.

Vom Tsim Sha Tsui Ferry Pier aus setzten wir gegen 17:00 Uhr nach Central über. Die Überfahrt dauert nur etwa 10 Minuten, aber das Erlebnis ist unbezahlbar: der Wind im Gesicht, das leichte Schaukeln des Boots, der Blick auf die Hochhäuser – all das schafft eine fast nostalgische Stimmung. Die Fähren sind einfach, aber gepflegt, mit Sitzplätzen innen und aussen.

 

 

Wir empfehlen die Fahrt besonders am späten Nachmittag, wenn das Licht weich wird und die Stadt in goldenem Glanz erstrahlt. Auch wenn moderne Verkehrsmittel schneller wären, hat die Star Ferry einen unvergleichlichen Charme und sollte auf keiner Bucket-List fehlen. Nach Ankunft in Central begaben wir uns Richtung Peak Tram, um Hongkong aus der Vogelperspektive zu erleben.

Mit dem Peak Tram zum Victoria Peak

 

 

Nach unserer Ankunft mit der Fähre in Central war es nur ein kurzer Spaziergang zur Peak Tram Station, von wo aus wir mit der berühmten Peak Tram auf den Victoria Peak fuhren. Die historische Standseilbahn bringt Besucher in steilem Winkel auf über 500 Meter Höhe und ist selbst eine Attraktion.

Oben angekommen, besuchten wir die Sky Terrace 428, die höchste Aussichtsplattform Hongkongs. Der Ausblick bei Sonnenuntergang wäre atemberaubend: Wolkenkratzer, Schiffe im Victoria Harbour, das Spiel aus Licht und Schatten . Leider war es bei uns sehr neblig und daher der Ausblick eingeschränkt, dennoch hat sich die Fahrt gelohnt. Auf dem Peak gibt es zudem ein richtiges kleines Einkaufscenter mit Restaurant.

Rückfahrt zum Hotel & Heimflug nach Zürich

 

Nach dem Besuch des Victoria Peak fuhren wir mit der MTR zurück zur Tung Chung Station und nutzten erneut den zuverlässigen Shuttleservice des Marriott Hotels. Gegen 21:30 Uhr kamen wir an, packten unser Gepäck, zogen uns um und ruhten uns kurz in der Lobby aus.

Der Abflug nach Zürich war für 00:05 Uhr  angesetzt. Die Fahrt zum Terminal dauerte keine 10 Minuten. Mit vielen Eindrücken und tollen Bildern im Gepäck starteten wir zurück in die Schweiz, dankbar für einen intensiven, kulturell reichen Zwischenstopp in einer der faszinierendsten Städte der Welt.

 

 

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