Unser Babymoon in Texas: 9 Tage Roadtrip durch Houston, Port Aransas & San Antonio
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Babymoon in Texas? Ja bitte, denn Texas ist sicher, hat gute Gesundheitsinstitutionen, ist frei von z.B. Zika-Virus und Co. und ein wahres Shopping-Paradies für Babysachen. Was folgte, waren 9 Tage, die wir so nicht erwartet hatten. Ein Roadtrip durch einen Staat, der grösser ist als Deutschland, Österreich und die Schweiz zusammen. Drei komplett verschiedene Reisewelten: die Grosstadt mit Outlet-Shopping, der stille Strand am Golf von Mexiko mit wilden Delfinen, und eine Stadt mit mexikanischem Herz mitten in Texas. Und Essen — ich sage nur: Seafood in Port Aransas. Das Beste, das ich je hatte.
Hier kommt der ausführliche Bericht — mit allen Hotels, Restaurants, Ausflügen und dem, was man als Schwangere wirklich wissen muss.
Die Route: Houston → Port Aransas → San Antonio
Der Roadtrip folgt einer Rundroute von Houston aus. Zuerst ans Meer nach Port Aransas (rund 4 Stunden Südwestrichtung), dann inland nach San Antonio (3,5 Stunden), und zum Schluss zurück nach Houston für den Rückflug. Man sieht in 9 Tagen drei völlig verschiedene Gesichter von Texas — und fährt nie zweimal dieselbe Strecke.
| Tag | Datum | Ort | Highlights |
|---|---|---|---|
| 1–2 | 03.–05. April | Houston | Ankunft, Premium Outlets, Galleria Shopping |
| 3–5 | 05.–08. April | Port Aransas | Strand, Dolphin Cruise, Seafood |
| 6–8 | 08.–11. April | San Antonio | SeaWorld, River Walk, San Marcos Outlets |
| 9 | 11. April | Rückflug Houston | Stopp New Braunfels, Heimreise |
Tag 1–2: Houston — Soft Landing & Shopping

Nach fast 14 Stunden Reisezeit — zwei Flüge, Umstieg in Amsterdam — ist Tag eins der Reise heilig: Er gehört dem Nichtstun. Mietwagen abholen, ins Hotel einchecken und schlafen. Die erste Texas-Erkenntnis kommt beim Ausparken: Die Highways hier sind so breit, dass man für den Spurwechsel ein paar Sekunden einplanen muss.
KLM flog uns direkt von Basel via Amsterdam nach Houston — Flug KL 1942 ab 06:15 Uhr, Ankunft Houston 13:15 Uhr Lokalzeit. Economy Class auf dem Boeing 777-200, komfortabler als erwartet, auch mit Babybauch. Rücküber Paris mit Air France, ebenfalls problemlos.
Houston Premium Outlets

Tag zwei startet mit dem, womit man in Texas starten muss: Shopping. Die Houston Premium Outlets in Cypress sind gross, gut sortiert und — entscheidend — komplett klimatisiert. Mit Babybauch im April ist das kein Detail, sondern eine Grundvoraussetzung. Markenmix von Coach bis Kate Spade, viele Outlet-Deals, ausreichend Sitzmöglichkeiten verteilt über die Anlage.
Essen in Houston
Der erste richtige Morgen beginnt im The Toasted Yolk — ein Brunch-Restaurant. Riesige Portionen, frisch zubereitete Eggs Benedict, perfekter Kaffee. Absolutes Muss für den ersten Morgen.
Beim Shopping-Tag: Chipotle in Cypress — die texanisch-mexikanische Variante von Fast Food, die bedeutend besser ist als ihr Ruf. Wer nach einem langen Flugtag etwas Warmes und Unkompliziertes will: Panda Express hat genau die richtige Energie für diesen Moment.
Tag 3–5: Port Aransas — Strand, Delfine & Seafood

Port Aransas ist diese Art von Ort, die man nicht wirklich erklären kann, bis man ankommt. Eine kleine Insel vor der texanischen Küste, die man per Fähre erreicht — die Überfahrt dauert vielleicht zwei Minuten, aber der Moment, wenn man das Auto auf der Fähre abstellt und zum ersten Mal das Meer riecht, ist unbestreitbar schön. Mit Babybauch an der Reling stehen und aufs Wasser schauen — das ist der Moment, für den man diese Reise macht.
Die Fahrt von Houston dauert rund 4 Stunden — eine ruhige Beach Town südlich von Houston, gut für eine Mittagspause und ein kurzes Aufwachen nach dem Anreisetag.
Der Strand am Golf von Mexiko

Der Golf von Mexiko ist anders als erwartet. Keine grossen Wellen, kein Drama. Das Wasser ist warm — im April bereits gut 24 Grad — und unglaublich flach. Man geht zwanzig Meter ins Wasser und steht immer noch knietief. Für Schwangere ideal: kein Wellengang, der einen umwirft, kein Salzwasser-Spray ins Gesicht, einfach ruhig im Meer stehen und die Sonne geniessen. Der Sand ist fein und hell, die Strände gross genug, um auch an sonnigen Tagen ruhige Ecken zu finden.
Wir haben drei Strandtage eingeplant und keinen bereut. Morgens früh war der Strand praktisch leer, das Wasser still wie ein See. Nachmittags kamen mehr Leute, aber Port Aransas ist kein Massentouristenziel — es blieb immer entspannt. Einfach Liegestuhl, Sonnencrème, Wasser mit Eis und sein. Das war gut.
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Sehenswürdigkeiten in Port Aransas

Neben den traumhaften Stränden hat Port Aransas auch kulturell und landschaftlich einiges zu bieten. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten zählt die Chapel on the Dunes, die älteste geweihte Kirche auf Mustang Island. Die kleine weiße Kapelle wurde Ende der 1930er-Jahre auf einer Sanddüne errichtet und begeistert Besucher mit ihrer ruhigen Atmosphäre sowie den kunstvollen biblischen Wandmalereien im Inneren. (portaransas.org)
Wer mehr über die Geschichte der Insel erfahren möchte, sollte dem Port Aransas Museum einen Besuch abstatten. Das Museum erzählt die spannende Entwicklung des ehemaligen Fischerdorfes, zeigt historische Fotografien, maritime Exponate und informiert über den Leuchtturm Lydia Ann sowie die traditionsreiche Bootsbaugeschichte der Region. Der Eintritt ist kostenlos. (portaransas.org)
Ein Paradies für Naturfreunde ist das Leonabelle Turnbull Birding Center. Die weitläufigen Holzstege führen durch Feuchtgebiete, die Teil des Great Texas Birding Trail sind. Von den Aussichtstürmen lassen sich mit etwas Glück Rosalöffler, Reiher, Pelikane, Enten und zahlreiche Zugvögel beobachten. Besonders während der Frühjahrs- und Herbstmigration zählt das Gebiet zu den besten Orten für Vogelbeobachtungen an der texanischen Golfküste.
Dolphin Cruise — das Highlight der ganzen Reise

Wer nach Port Aransas kommt und keine Dolphin Cruise macht, macht etwas falsch. Die Bootstouren durch die Buchten rund um die Insel dauern etwa 90 Minuten und versprechen eines: Delfine sehen. Dieses Versprechen wurde erfüllt — und dann noch überboten. Die Tiere kamen wild ans Boot, mehrere gleichzeitig, direkt neben der Reling. Man hört die Atemzüge, sieht die Flossen, steht so nah, dass man fast die Hand ausstrecken könnte.
Mit Babybauch ist die Tour problemlos machbar — ruhiges Wasser, stabiles Boot, genügend Sitzplätze. Mit der nächsten Generation quasi schon dabei — das war ein Moment, der bleibt.
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Essen in Port Aransas
Port Aransas ist kulinarisch eine Offenbarung — und das sage ich als jemand, die vorher noch nie ernsthaft über texanisches Seafood nachgedacht hatte.
Am Fisherman’s Wharf bietet Grumbles Seafood & Crab Shack frischen Fisch direkt aus dem Golf, zubereitet ohne viel Chichi, an einem Tisch mit Meerblick.
Für echte Tacos: Taqueria San Juan. Nicht touristisch, nicht schön eingerichtet, aber die Tacos sind exakt das, wofür man nach Texas kommt.
Taiyaki Ice Cream ist das fotogenste Essen der Reise: fischförmige Waffeln, gefüllt mit Eis und Topping.
Port Aransas — Stimmungsbilder von der Insel.
Tag 6–8: San Antonio — SeaWorld, River Walk & Shopping

San Antonio ist die Überraschung der Reise. Wir kamen mit mittleren Erwartungen — eine weitere amerikanische Grosstadt, dachten wir — und wurden von einer Mischung aus mexikanischer Kultur, Geschichte und einem entspannten Stadtgefühl überrascht, das sich komplett anders anfühlt als Houston. San Antonio hat ein Herz, und man merkt das schon beim ersten Spaziergang.
Die Fahrt von Port Aransas dauert rund 3,5 Stunden. Wir nutzen sie als Entspannungstag im Auto — Musik, Landschaft, der langsame Übergang vom Meer in die Stadt.
SeaWorld San Antonio — ein ganzer Tag

Für Tier- und Vergnügungsparks bin ich normalerweise keine grosse Verfechterin. Aber SeaWorld San Antonio hat uns anders überzeugt. Die Anlage ist riesig, gut organisiert und erstaunlich angenehm zu begehen — breite Wege, viel Schatten, Sitzmöglichkeiten überall. Mit Babybauch kann man hier stundenlang laufen ohne zu leiden.
Wir haben einen ganzen Tag eingeplant und hatten am Abend das Gefühl, noch nicht alles gesehen zu haben. Die Orca-Show war beeindruckend — die schiere Grösse der Tiere, wenn sie aus dem Wasser springen, verschlägt einem den Atem. Das Aquarium mit Haien und Rochen war faszinierend, die Seehund- und Seelowenvorstellung unerwartet witzig und bewegend zugleich. CHF 154 für drei — kein kleiner Betrag, aber für einen ganzen Tag mit so viel Programm absolut vertretbar.
SeaWorld San Antonio — Orcas, Seelöwen und Aquarium.
River Walk — das Herz von San Antonio

Der River Walk ist das, wofür San Antonio bekannt ist — und zu Recht. Ein Netzwerk aus Fusswegen direkt am San Antonio River, einen Meter unter dem Strassenniveau, gesäumt von Restaurants, Bars, Cafés und kleinen Läden. Das klingt unremarkabel. Abends, wenn die Lichter auf dem Wasser spiegeln, die mexikanisch-amerikanische Musik aus den Restaurants klingt und man mit einem Eiswasser in der Hand schlendern kann, ist es der schönste Spaziergang, den Texas zu bieten hat.
Kein Eintritt. Keine Reservierung. Einfach hingehen, schlendern, staunen. Wer möchte, kann eine geführte Bootstour auf dem Fluss machen — ebenfalls eine schöne Option. River Walk Tour via GetYourGuide →
San Antonio — River Walk und Stadtimpressionen.
San Marcos Premium Outlets
Wer nach Port Aransas noch Shopping-Energie hat — die San Marcos Premium Outlets sind grösser als Houston und haben die besseren Marken. Wir haben einen Vormittag eingeplant und hatten das Gefühl, kaum einen Bruchteil gesehen zu haben. Gut für Kindersachen, gut für Kleidung, gut für alles, was man eigentlich nicht braucht aber trotzdem kauft. Tipp: Gleich am Morgen fahren, Mittagessen einplanen (Starbucks und Fast Food vor Ort), und spätestens um 14 Uhr wieder weg — dann wird es voll.
Essen in San Antonio
Bunz war ein Zufall und eine gute Entdeckung: entspannter Burger-Laden, gutes Fleisch. Und wie immer durfte ein Besuch im Longhorn-Steakhouse nicht fehlen. Budget & Gesamtkosten
Tipps für den Babymoon in Texas
- April oder Oktober wählen: Im April hat Texas 25–30 Grad, wenig Regen und kaum Touristendruck. Juli oder August mit Babybauch wären eine ganz andere Geschichte.
- Mietwagen frühzeitig buchen: Texas funktioniert nicht ohne Auto. Thrifty war zuverlässig und günstig — früh buchen lohnt sich.
- Golf of Mexico statt Atlantikküste: Das Wasser ist wärmer, ruhiger und für Schwangere deutlich angenehmer als beide atlantischen US-Küsten.
- Dolphin Cruise nicht auslassen: Mit Babybauch problemlos machbar, und die Erinnerung bleibt garantiert.
- Reisekrankenversicherung ist Pflicht: In den USA, besonders in der Schwangerschaft — keine Kompromisse.
- Arztzeugnis mitnehmen: Ab einem gewissen Schwangerschaftsmonat verlangen manche Airlines ein ärztliches Attest. KLM hat nicht danach gefragt, aber gut, es dabei zu haben.
- Strandmorgen früh starten: Um 8 Uhr ist der Strand leer und das Licht für Fotos perfekt. Um 11 Uhr beginnt der Andrang.
- Seaworld-Ticket im Voraus kaufen: Günstiger und man vermeidet die Schlange an der Kasse.
Fazit: Würden wir es nochmals machen?
Ja. Sofort. Ohne zu zögern.
Texas hat uns einmal mehr so überrascht, dass wir auf dem Rückflug bereits geplant haben, wann wir wiederkommen. Der Mix aus Strand, Tierwelt, Stadtleben und Shopping, alles erreichbar in einem einzigen Roadtrip ohne nervige Umpackerei, macht es zu einem der flexibelsten Reiseziele, die ich kenne. Und die Preise — Seafood-Abende für unter CHF 100 für zwei, drei Strandnächte für CHF 187, SeaWorld für CHF 154 — das ist für eine Reise aus der Schweiz bemerkenswert fair.
Was bleibt? Die Delfine neben dem Boot. Das Seafood am Fisherman’s Wharf. Die leise Fahrt auf der Fähre nach Port Aransas, als wir das erste Mal das Meer riechen konnten. Texas war — sehr unerwartet — genau der richtige Ort für unseren Babymoon.
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